Mia's Dino-Fakten
Dino des Monats

Triceratops horridus
April 2025Kategorien
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Brachiosaurus altithorax
- Lebenszeit: vor 155-145 Millionen Jahren
- Familie: Brachiosauridae
- Fundort: USA
- Gefunden von: Elmer S. Riggs
- Ernährung: Herbivore
- Gewicht: 25.000-80.000kg
- Länge: 23-28m
Der Brachiosaurus ist neben dem T-Rex einer der bekanntesten Dinosaurier der Welt und auch einer der Größten überhaupt.
Der erste Brachiosaurus wurde 1900 von Elmer S. Riggs in Colorado, USA, entdeckt. 9 Jahre später startete eine Expedition im Tendagurugebiet, im heutigen Tansania. Der deutsche Paläontologe Werner Janensch fand während dieser Expedition ein weiteres Exemplar. Erst 2009, etwa 100 Jahre später, konnte ein britischer Paläontologe beweisen, dass der von Werner Janensch gefundene Brachiosaurus eigentlich der Art Giraffatitan brancai zugeordnet wird. Dem entsprechend sind die in den USA gefundenen Exemplare Brachiosaurier und die in Tansania gefunden wurden Giraffatitane. Der Name Brachiosaurus hat sich jedoch durchgesetzt, weshalb außerhalb des wissenschaftlichen Bereiches oft von einem Brachiosaurus die Rede ist, obwohl es sich vielleicht doch um einen Giraffatitan handelt.
Der Brachiosaurus hat einen stabileren Körperbau als der Giraffatitan. Der Oberkörper und der Schwanz sind ebenfalls länger. Der Giraffatitan dagegen war deutlich schlanker und weist somit eindeutige Gemeinsamkeiten mit Giraffen auf.
von Scott Hartman
Ein Skelett des Giraffatitans ist heute das größte ausgestellte Dinosaurierskelett. 2007 gewann das Museum für Naturkunde Berlin den Guinness World Records für das 13,27 m hohe Skelett.
Der mächtige, mit Schuppen besetzte Brachiosaurus hatte eine Schulterhöhe von 12-15 m. Allein der Oberarmknochen konnte schon 2 m hoch sein. Der Hals des Brachiosaurus war etwa 9 m hoch, insgesamt konnten Brachiosaurier bis zu 28 m groß werden. Er hat, wie einige andere Dinosaurier auch, Hohlräume in den Knochen, ganz ähnlich wie bei Vögeln. Diese Hohlräume reduzierten sein Gewicht. Trotzdem wog der Brachiosaurus etwa so viel wie 12 Elefanten. Aufgrund seiner Größe besaß der Brachiosaurus wahrscheinlich ein sehr starkes Herz.
Brachiosaurier wurden vermutlich wegen ihrer Größe seltener angegriffen als andere Dinosaurier. Jedoch wird vermutet, das es Raubsaurier wie Allosaurus und Ceratosaurus auf die Jungtiere abgesehen hatten. Deshalb liefen die Jungtiere, wie auch Fußspuren beweisen, in der Mitte der Herde, umgeben von den großen Erwachsenen.
Kräftige Dinosaurier wie Brachiosaurier mussten auch sehr viel fressen. Ein einzelner, ausgewachsener Brachiosaurus musste am Tag 200-400 kg Nahrung zu sich nehmen. Dabei half ihm eine breite Schnauze, die viele Blätter gleichzeitig aufnehmen konnte. Der Brachiosaurus hatte insgesamt 52 Zähne, 26 pro Kiefer. Da er sich nicht nur von dünnen Blättern ernährte, sondern auch Nadeln von Nadelbäumen und anderes hartes, fasriges Pflanzenmaterial fraß, mussten seine zapfenartigen Zähne einen rauen Zahnschmelz gehabt haben. Die zapfenartigen Zähne deuten ebenfalls darauf hin, das der Brachiosaurus die Blätter nicht abgebissen und zerkaut hat, sondern sie von den Bäumen gerupft und hintergeschluckt hat. Durch Magensteine wurde die Nahrung im Anschluss zerkleinert.
Früher wurde irrtümlich vermutet, dass Brachiosaurier im Wasser lebten. Der lange Hals soll dabei aus dem Wasser herausgeragt haben.
Da die Brachiosaurier so riesig waren, gibt es viele Fragen wegen ihres Sexualverhaltens. Möglicherweise pflanzten sie sich im Wasser fort, da sie dort ihr Gleichgewicht besser halten konnten. Es gibt jedoch keine Bestätigung dafür. Ebenfalls ist nicht bekannt, wie sie sich vor und nach dem Paarungsvorgang verhielten.
Quellen
- https://www.deviantart.com/abelov2014/art/Brachiosaurus-Camarasaurus-514872506
- https://www.flickr.com/photos/ironammonite/8533228145
- https://artsandculture.google.com/asset/teeth-from-the-lower-jaw-of-brachiosaurus-giraffatitan-carola-radke-mfn/owEqUyQSazfgZw?hl=de
- Mark Hallett und Mathew J. Wedel: The sauropod dinosaurs. Life in the age of giants. Maryland: Jon Hopkins University Press 2016, S.131
- https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/besuch-planen/ausstellungen/saurierwelt